Instrumentendesinfektion

Für verschiedenste medizinische Untersuchungen und Behandlungen werden Instrumente benötigt. Nach dem Gebrauch sind diese mit Keimen behaftet. Da die Verwendung von ungereinigten Instrumenten beim nächsten Patienten eine Infektion auslösen würde, müssen diese zunächst aufbereitet werden.
Die Aufbereitung der Instrumente erfolgt in mehreren Schritten. Welche Schritte bei den einzelnen Instrumenten notwendig sind, hängt davon ab, zu welcher Risikogruppe die Instrumente gezählt werden. So benötigen Geräte, die nur mit der Haut, nicht aber mit Blut in Berührung kommen, keine Sterilisation. Instrumente, die z.B. bei Operationen eingesetzt werden, müssen nicht nur gereinigt und desinfiziert, sondern auch sterilisiert werden. Für die Desinfektion von Instrumenten werden so genannte Instrumentendesinfektionsmittel verwendet.

Produktzusammensetzung

Instrumentendesinfektionsmittel basieren z.B. auf quartären Ammoniumverbindungen, Aldehyden, Alkoholen oder Phenolen. Bei diesen Produkten handelt es sich häufig um Kombinationspräparate, die sowohl eine reinigende als auch desinfizierende Wirkung haben. Aus diesem Grund beinhalten viele Instrumentendesinfektionsmittel zusätzliche Inhaltsstoffe, wie z.B. Tenside. Bei der Instrumentendesinfektion wird Wert auf einen neutralen, angenehmen Geruch gelegt. Daher sind diese Produkte häufig mit Duftstoffen versehen.

Anwendungsgebiete

Die Instrumentendesinfektion kommt bei Geräten zum Einsatz, die mit pathogenen Keimen kontaminiert sein könnten. Ziel der Desinfektion ist es, die Keime unschädlich zu machen. Sämtliche chirurgische Instrumente, Verbandscheren oder Tuben müssen speziell gereinigt werden. Je nach Risikobewertung der Instrumente ist anschließend eine Sterilisation notwendig. Dabei ist wichtig, dass sich die Inhaltsstoffe der Reinigungsmittel mit den zu reinigenden Geräten vertragen.

Anwendung der Instrumentendesinfektionsmittel

Grundsätzlich werden Instrumente im Tauchbad desinfiziert. Dafür wird in der vom Hersteller vorgegebenen Konzentration eine Lösung angesetzt. Da Instrumentendesinfektionsbäder nur eine gewisse Standzeit haben dürfen, muss zu Beginn Datum und Uhrzeit für alle Mitarbeiter gut sichtbar vermerkt werden.
Bevor die Instrumente in das Desinfektionsbad gegeben werden, ist eine grobe Reinigung erforderlich. Falls es Stellen gibt, die nicht ohne weiteres vom Instrumentendesinfektions-mittel erreicht werden können, müssen diese durchgespült werden. Einige Instrumentendesinfektionsmittel können auch im Ultraschallbad angewendet werden.
Nach der Desinfektion (Herstellerangaben über die Dauer der Desinfektion beachten!) werden die Geräte mit klarem oder destilliertem Wasser gründlich gespült. Liegen noch hartnäckige Verschmutzungen vor, werden diese vorsichtig mit einem Instrumentenbürstchen entfernt. Diese Instrumente müssen in dem Fall erneut desinfiziert werden. Die übrigen Instrumente werden getrocknet, auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft, mit Instrumentenpflegemitteln behandelt und je nach Bedarf sterilisiert.

Häufig verwendete Instrumentendesinfektionsmittel

Da bei der Dosierung der Instrumentendesinfektionsmittel eine genaue Konzentration eingehalten werden muss, sind Produkte mit einer integrierten Dosiermöglichkeit besonders beliebt. Ansonsten hängt die Wahl des Produktes zum großen Teil von der Kompatibilität mit vorhandenen und zu desinfizierenden Instrumenten sowie dem Preis des Produktes ab. Bekannte Hersteller von Instrumentendesinfektionsmitteln sind z.B. Bode, schuelke, B.Braun oder Sekusept.

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